Degenerierte Jäger und Sammler und der Mensch von Morgen

 

All that you touch you Change. All that you Change Changes you. The only lasting truth is Change. God Is Change” – Octavia Butler (SciFi-Autorin)

Hier sitzen wir nun, wir gebildeten Affen, wie uns Erich Kästner einst nannte, in einer sich rasant verändernden Welt, in die wir, mit unseren alten Anpassungsystemen nicht recht zu passen scheinen, in der Jugend geht es noch, wenn es um Technik und ähnliches geht, weil unser Gehirn in den ersten 5 Jahren am lernfähigsten sind, aber sind wir erst mal 15, neigen wir dazu uns auf unseren Gewohnheiten auszuruhen, und für gewöhnlich werden wir mit jedem weiteren Jahr träger und verschlossener neuem Gegenüber, seien es neue Technik oder noch schlimmer, neue Denkansätze, Denkweisen, deshalb sagte Max Planck einst, das damit sich ein neues Paradigma durchsetze, erst die alten Wissenschaftler sterben müssen.

Aber warum haben wir Angst vor Veränderung?

Vielleicht ist es gar keine Angst, es ist lediglich der Lauf der Dinge, unserer menschlichen Entwicklung, das wir als neugeborene unfassbares Lernpotential und Offenheit haben, um unser kleines unausgegorenes Gehirn möglichst auf die Herausforderungen des Lebens einzustellen. Sind wir dann aber erst mal auf einen Status Quo trainiert, ist es schwer ihn zu verändern, insbesondere, da unser bisheriges Verhalten unser Überleben sicherte. 

Die Angst vor der Veränderung ist also dem Umstand geschuldet, das es in unserer Evolution nötig war ein Verhalten zu lernen, um so das Überleben zu sichern.

Weil alles  bekannte Sicherheit gibt

Gewohnheit ist Sicherheit.

Der Lauf der Dinge

Wir Menschen waren 2 Millionen Jahre Jäger und Sammler, 10 Tausend Jahre Bauern, 100 Jahre Bürofachangestellte und 20 Jahre Programmierer. Doch unsere inneren Pfade , Gene und unsere Mythen – die Konstrukte auf der unsere Zivilisation aufgebaut sind – gehen nicht mit der Zeit. Sie hinken hinterher, während unsere Technologie sich rasant weiterentwickelt, siehe ‘Gesetz des sich beschleunigenden Nutzens’.

 

Unsere Persönlichkeiten sind nicht für Veränderungen im Großen geschaffen. In der Regel wollen wir feste Gewohnheiten und das die Tage voraus planbar und sicher sind.

Wir wollen uns eine Bubble schaffen, in der man feste Gewohnheiten und Strukturen hat.

Evolution entsteht durch Genmutationen und die findet über lange Zeiträume statt. Es ist der Biologie des Menschen nicht möglich sich auf Knopfdruck an die Zeit und seine Herausforderungen anzupassen, denn Veränderungen auf molekularer, genetischer Ebene, brauchen länger als die technologische Entwicklung der letzten Jahrhunderte.

 

Die Evolution der Gesellschaft, Technik usw, hat die Evolution des Menschen überholt aber um als Mensch daran nicht zugrunde zu gehen, in einer Welt zu leben, die einem genetisch nicht passt, muss man sich ein sicheres Fundament bauen von dem aus auch noch Platz und Kraft für neue Abenteuer bleibt.

Jeder kann überleben, Jeder ist fit

Die Anforderungen an das Überleben waren in den vergangenen Epochen, dank der technischen Entwicklung, sehr gering. Es gab die Möglichkeit einen stupiden job auszuführen, um sich fortzupflanzen. Man musste nicht besonders intelligent, sportlich oder geschickt sein, um zu überleben und Kinder in die Welt zu gebären. Kurz: Nie war es so leicht zu überleben.

Es sind diese Menschen, die in ihrer Bubble leben, in der sich alles um sie dreht und sie wachen wohl erst auf, wenn dei Realität ihnen einen echten Schlag ins Gesicht setzt. Sei es durch eine Naturkatastrophe wie den Klimawandel oder den Entzug der Freiheit, durch das Installieren eines neuen politischen Regimes, egal welche Gesinnung auch immer dahinter stecken mag. Ohne Vorbereitung – und wir meinen damit nicht unbedingt sich zu preppen, sondern durch das Erlernen und Ausbauen seines Skillsets, wird man in einer schweren und menschenfeindlichen Welt womöglich von 0 anfangen müssen. Die Überlebenschancen oder die Chancen auf ein gutes Leben wären somit sehr gering und man müsste sich von null an wieder ‘vorarbeiten’.

Doch dann beginnen sie von 0. In einer schweren Zeit/menschenfeindlichen Welt ihre durch gleichförmigkeit und Trägheit geschaffenen Gewohnheiten zu ändern.

Aber wenn wir bedenken, das die Trägheit im Zeitalter der angepassten Massenmenschen ein Überlebenskriterium war, das an erfolgreiche Ameisen vererbt wurde, dann sollte einem Großteil der Menschen diese Fähigkeit zu Reflektion und Veränderung abgehen. Sie werden den drastischen Veränderungen in ihren rigiden Denk- und Handlungsweisen Hilflos ausgesetzt sein.  In rigider Lemmingmanier zugrunde gehen, könnte man sagen, könnte das Schicksal der Vielen sein.

Was könnte die Zukunft bringen?

Der Lauf der Dinge hat unsere verstaubte menschliche Beschaffenheit eingeholt und vielleicht braucht es erst einen neuen Menschen, um dem Herr zu werden. Keine Sorge, wir reden nicht von einem neu erzogenen Menschen unter irgendeinem beliebigen politischen System, sondern von Menschen, die bereit sind sich selbst zu programmieren, sei es durch das Ablegen und Installieren von Gewohnheiten oder mit künstlicher oder biotechnologischer Nachhilfe. Es gibt sicher viele verschiedene Wege, die die Menschen gehen werden, aber der Mensch aus Fleisch und Blut sollte besonders neugierig, mutig und experimentierfreudig sein, denn er muss sich der neuen Umständen bewusst und bereit sein sich ihnen anzupassen. Nicht darauf wartend, dass irgendjemand die Welt wieder in den gewohnten Zustand zurückversetzt. Das wird wohl ein Traum bleiben.

Adaption ist und bleibt das Zauberwort: Survival of the fittest, bedeutet nicht das der Sportlichste überlebt, sondern der Angepassteste. Und wenn das heißt, das wir uns in kleinen Gemeinschaften zusammentun müssen, die neue Lebensmodelle austesten, anstatt sich einer ideenlosen endstimmungs Konsumparty hinzugeben, dann sollten wir das tun.

Komme in unseren Chat und bring dich ein, diskutiere mit, wir freuen uns.

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