Gartenarbeit als Therapie

Das 21 Jahrhundert, man könnte auch versucht sein es das Jahrhundert der psychischen Erkrankungen zu nennen, denn von Jahr zu Jahr werden mehr Menschen psychisch krank, mehr und mehr Leute gehen in Therapien und bekommen Medikamente verschrieben, die ihnen Helfen sollen besser mit dem Leben klar zu kommen. Das Schlimme ist, die Menschen schlucken diesen Kram, ohne andere Ursachen, als Genetische in Betracht zu ziehen oder nach anderen Möglichkeiten für eine Heilung zu suchen. Was wenn uns unsere Lebensweise krank macht und unsere Ernährungsweise?

Der Körper in Bewegung

Gartenarbeit als eine Form der Therapie zu betrachten ist kein allzu neuer Ansatz, doch in einer Moderne, in der die meisten Menschen darauf bedacht sind ihrer bequemlichkeit zu folgen und den physischen Aufwand möglichst gering zu halten, ist Sie für die allermeisten Menschen, nicht allzu naheliegend.


Dabei sollten die vielen positiven Aspekte körperlicher Betätigungen (insbesondere der Gartenarbeit) hinlänglich bekannt sein. Denn wer sich bewegt und den Körper benutzt, tut nicht nur was für seine Körperliche Fitness, sondern auch für sein psychisches Wohlbefinden. Denn so voneinander getrennt, wie es über viele Jahrhunderte geglaubt wurde, sind Körper und Geist nicht. Der Dualismus, wie er von Descartes propagiert wurde, muss beinahe als Fehlschluss gewertet werden. Sicher kann man durch eine gute geistige Haltung viele positive Dinge bewirken, aber eben nicht, alles in positive Bahnen lenken.

Serotonin Produktion

Auch der Körper sollte aktiviert werden, wenn man ganzheitlich zufrieden sein will. Hierzu sei besonders die Synthetisierung des Wohlfühlhormons Serotonin hervorgehoben, was im Gehirn nur gebildet werden kann, wenn, eine dafür essentielle Aminosäure, das L-Tryptohan die Blut-Hirn-Schranke überwinden kann, und diese kann die Bluthirnschranke nur dann überwinden, wenn in den Muskeln des Körpers bewegung herrscht und so die anderen Aminosäuren in den Muskeln gebraucht werden, so das Platz Frei für das Tryptophan ist. Vielleicht ein cleverer Schachzug der Evolution, uns mit einem Wohlgefühl für körperliche Arbeit zu belohnen, für das Jagen und Sammeln, kurz das Überleben.

Einen Sinn finden

Gleichzeitig, darf man nicht den Sinnbergenden Aspekt der Arbeit/Bewegung vernachlässigen, wie ihn Virktor Frankl in seiner Logotherapie zum Zentrum seiner Schule machte, der sogennanten dritten Wiener Schule, nach Freud und Adler. Nicht jede Arbeit eignet sich nämlich als sinnbergende Arbeit, oder hat man je was von der Sysiphus-Therapie in der Psychologie gehört? Um an einer körperlichen Anstrengung freude zu haben, sollte man jedenfalls einen Sinn in ihr sehen, und hier ist in vielerlei hinsicht die Gartenarbeit besonders zu empfehlen. Sei es nur das Pflanzen von Blumen, derer Schönheit man sich erfreut, deren Wachsen einem das Gefühl gibt, selber ein wenig Schöpfer zu sein, oder insbesondere dem Anbau von eigener Narhung, die einen sättigt und am leben erhält, ist doch der sinnbergende Lebensgrund fast aller Tiere die Narhungssuche und das damit einhergende eigene Leben zu erhalten.

Zusammenfassung

Somit kann man die Gartenarbeit in zweierlei hinsicht als therapeutisch empfehlenswert betrachten, als Methode seinen Körper in Form und gutem chemischen Gleichgewicht zu halten und seinem leben, das in der Moderne doch meist entfremdet und sinnlos erscheint, einen bergenden Sinn zu geben. Für diese Themen kann man sich auch einer Gemeinschaft wie 21Tribes anschließen, deren Ziel es ist, genau diese Themen umzusetzen und Menschen ein Leben als Individuum in einer Gemeinschaft zu ermöglichen, die gleichermaßen die Entwicklung von Körper und Geist im Blick hat.

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